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Nintendo lehnt Mods als Stand der Technik in Palworld-Fall ab

Autor:Kristen Aktualisieren:Nov 07,2025

Nintendo hat behauptet, dass von Nutzern erstellte Mods nicht als Stand der Technik gelten sollten. Dies ist Teil seiner laufenden Klage gegen den Palworld-Entwickler Pocketpair.

Dieser Schritt scheint darauf abzuzielen, zu verhindern, dass Pocketpair beliebte Pokémon-Mods als Beweis dafür anführen kann, dass die patentierten Gameplay-Mechaniken des Franchises bereits anderswo existierten.

Nintendos Begründung – dass Mods auf einem Basisspiel aufbauen, um zu funktionieren, und daher nicht eigenständig als Stand der Technik gelten können – hat in der gesamten Spielebranche und unter Pokémon-Fans Kritik ausgelöst. Viele warnen davor, dass dieses Argument, falls es vom Gericht anerkannt wird, eine weitreichende juristische Präzedenz schaffen könnte.

Florian Mueller, ein Rechtsanalyst und Spielejournalist von Games Fray, der die Geschichte als erstem aufdeckte, beschrieb Nintendos Haltung als "völlige Missachtung der enormen Kreativität" der Mod-Entwickler.

Darüber hinaus könnte es aus rechtlicher Sicht riskant sein, Nintendos Position zu akzeptieren, da Mods so zur "freien Beute" für Patentverletzungen werden könnten – was anderen erlauben würde, die Ideen der Modder frei in kommerziellen Veröffentlichungen zu übernehmen, die dann rechtlichen Schutz genießen würden.

„Patente sind staatlich gewährte Monopole, die dazu dienen sollen, echte Innovationen zu fördern“, sagte Richard Hoeg, ein Wirtschaftsanwalt und Host des Podcasts Virtual Legality, gegenüber IGN. „Wenn etwas bereits öffentlich existiert, kann niemand behaupten, es erfunden zu haben, und Patentschutz erhalten.

„All dieses bestehende Material gilt als ‚Stand der Technik‘. Es wäre absurd, eine Spiele-Design-Idee allein aufgrund der Art und Weise, wie sie in Software implementiert wurde, auszuschließen. Wie auf die Idee zugegriffen wird, sollte keine Rolle spielen. Wenn sie existiert, macht sie ähnliche Ideen nicht neu – und somit nicht schutzfähig. Monopole werden nicht denen gewährt, die als Zweite kommen.“

Wird sich Nintendos Argument durchsetzen? Mueller hält es für unwahrscheinlich, da Gerichte generally darauf bedacht sind, die Definition des Stands der Technik nicht einzuengen – und Nintendos Haltung hier als „extrem“ angesehen wird. Das endgültige Ergebnis bleibt jedoch ungewiss, solange der Rechtsstreit andauert.

Während Nintendo seinen Rechtsfall vorantreibt, bereitet Pocketpair das große 1.0-Release von Palworld vor, das für 2026 geplant ist. In der Zwischenzeit konzentriert sich das Team laut Kommunikationsdirektor John „Bucky“ Buckley darauf, das Spiel zu optimieren und technische Mängel zu beseitigen, wobei ein kleineres Winter-Update noch in Arbeit ist.